50.000 Bierdosen als Recycling-Objekt
Houston, Texas. 18 Jahre lang arbeitete John Milkovisch an seinem, wie er sagte: "Zeitvertreib". Als genussvoller Bierdosentrinker sammelte er alle leere Dosen, bis die Garage voll war und im Haus sich auch kein Platz mehr anbot. Aber wegwerfen konnte er die leeren Durststiller auch nicht. So begann er die Dosen zu bearbeiten und sein Haus damit zu schmücken: Er creierte Vorhänge, Zäune, Skulpturen, Windmühlen oder Windspiele aus dem billigen Metall. Als er mit der Dekoration seines Hauses fertig war, kam der Vorgarten dran. Dem Rasenmähen müde geworden, betonierte er die gesamte Grünfläche ein, wobei er den Steinboden mit tausenden von hell glitzernden Glasscherben, Messing- und Metallteilen bestückte. Dies vollbracht, begann er in den Rotholzaun hunderte von Löchern zu bohren und steckte in diese unzählige bunte Murmeln. Als Kunstwerk sah es John nie an, eher als Beschäftigungtherapie nach seiner beruflichen Laufbahn. John Milkowisch starb 1988 im Alter von 75 Jahren - bis zu seinem Tod fand er immer wieder neue Plätze in seiner häuslichen Umgebung, die es zu verschönern galt. Seine Frau Mary lebte noch bis zu ihrem Tod im Jahre 2002 in Johns Bierdosenhaus und empfing die neugierigen Gäste. Um diese einmalige Volkskunst nach Marys Tod zu bewahren, kaufte das Orange Ausstellungszentrum "Orange Center for Visionary Art" das kleine Museums-Schmuckstück und setzte damit John Milkowisch sein eigenes Heimatkunstdenkmal.
http://www.schau-mal.com/beer_can_house_-_bierdosenhaus.html