Faszination eines Höhlenhotels
Man nannte dieses Fleckchen Erde einen gottverlassenen Ort, einen Schandfleck Italiens: die Höhlenwohnungen der Sassi di Matera. Noch bis 1957 lebten Menschen unter unwürdigen Bedingungen in diesen Höhlensiedlungen, bis die Regierung fast 20.000 Bewoner umsiedeln ließ. Heute gehört die Sassi di Matera zum Unesco-Weltkulturerbe. Immer mehr Investoren versuchen diesen urtzeitlichen Ort, der vom Verfall bedroht war, zu erhalten. Drei Visonäre und Geschäftspartner haben auf 2000 Quadratmeter, in zwei Jahren Restaurierungsarbeit, ein spektakuläres Hotel in diese antike Stätte integriert, ohne die Erscheinungsform zu verändern. Der Luxus findet sich hier nicht in neuester Technik wieder, sondern wird über das 2500 Jahre alte authentische Bestehen definiert. Die einzigsten Luxusgüter sind edle Designerbadewannen, Toiletten und Armaturen, die einen angenehmen Kontrast zu den alten Tuffsteinwänden- und Böden bieten. Das Mobiliar, wie Tische, Stühle und Bett entsprechen der Arte-Povera-Tradition, der lokalen Handwerkskunst. So sind selbst die feinen, handgenähten Leinentücher aus historischen, ungebrauchten Mitgiften eines alten Palazzos. Mit diesem Hotelprojekt wird beispiellos eine neue Szenerie in der Hotelbranche eröffnet, die mit Authenzität und Minimalismus brilliert.
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